Baden Württemberg legt Konzept zur Spielhallen Sperrdatei vor

Lange schon wird diskutiert, wie sich der vorgeblichen Spielsucht begegnen ließe und weil wir in digitalen Zeiten mit Datenerfassung und Speicherung leben, wünschen sich Politiker am liebsten ein großes Dokument mit Namen und Infos zu allen Spielern. Was klingt wie bei George Orwell soll bald Realität werden und es ist denkbar, dass in der Sperrdatei erfasste Personen künftig nicht mehr nur keinen Zutritt in die Spielothek ihrer Wahl haben, sondern zugleich auch vom Staat beobachtet werden. Wozu sonst soll eine solche Kartei dienen?

Wie zu erwarten hat Baden Württemberg als von den Grünen regiertes Bundesland zuerst reagiert und nun ein Konzept zur Casino Spiele Sperrdatei vorgelegt. Es gibt dazu zwei Varianten. Einmal ganz simpel im Zusammenhang mit dem Glücksspielstaatsvertrag, der dann ganze Spielhallen in die Sperre mit einbezieht, oder eben im Rahmen des hessischen Modells, das ein wenig liberaler ausschaut.

Auf welche Weise lassen sich Spieler am besten kontrollieren?

Das ist die große Frage und Leitthema der Grünen, die bekanntlich alles besser wissen und dazu ist es selbstverständlich in Ordnung, auch Fans von Spielautomaten großflächig zu überwachen. Gestapo, Stasi, KGB – das ist alles nicht so weit weg von der Sperrdatei für Slot Liebhaber und es ist gut vorstellbar, dass diese Politik auch zu weitergehenden Maßnahmen wie beispielsweise Bestrafungen für Glücksspiel drängen könnte.

Diskutiert wird vor allem die erste genannte Variante. Über die Landesgrenzen hinweg könnte man sich wunderbar austauschen und Daten hin- und her senden, wodurch sich die Überwachung auch im deutschen föderalen System durchsetzen lässt. Man könnte zudem wirklich alles erfassen, gleich ob nun im Internet, als Spielhalle oder in der Kneipe als simple Slot Machine verfügbar gemacht! Der feuchte Traum aller Grünen also und für Spieler zumindest im Südwesten der Bundesrepublik ein Schreckensszenario, das bald Wirklichkeit werden könnte.

Ausweg Glücksspielstaatsvertrag?

Absurderweise erscheint der Glücksspielstaatsvertrag dieses Mal als möglicher Ausweg und Beistand für Spieler im Kampf gegen Behördenwillkür. Der Vertrag ist bekanntlich juristisch ein Witz und wird immer wieder heftig gerade von der Rechtsprechung in der EU kritisiert, aber bisher konnten die Politiker in Deutschland stets das Feigenblatt davorhalten und baldige Verbesserungen versprechen. Leider bringen Klagen kaum Besserung, weil in Deutschland beim Thema Glücksspiel die drei Gewalten eisern zusammenhalten und keine Urteile pro Spielautomaten zu erwarten sind.