Mitarbeiter von Casinos verhandeln über Bezahlung

Die Spielbanken im Lande sind ausgenommen von der Hatz auf Slot Machines und so können sich dieser Tage die Mitarbeiter zwischen Aachen und Duisburg auf ihren Kampf um faire Gehälter konzentrieren. Dazu kommen noch die Casinos in Dortmund und Bad Oeynhausen, was nötig wurde, weil der bis dato noch gültige Schlichtersprich aus dem vorvergangenen Jahr galt. Bis heute waren so die Angestellten an die Konditionen bei den Tarifen der Länder gebunden und schon im letzten Jahr kam man zu keinem guten Ergebnis. Das ist also wieder typisch: Der Staat zerstört Spielhallen und lädt Zocker in die eigenen Casinos ein, will aber den Mitarbeitern keine fairen Löhne zahlen!

Betrügt NRW die eigenen Spielbanken?

Bekanntlich bekam das Bundesland, dessen unfähige Regierung mittlerweile endlich abgewählt wurde, eine nicht ganz unwichtige Erhöhung von Tarifen zugesprochen, doch die Casinos bekamen diese Zulage nicht! Logisch, dass man dafür nun auf die Straße geht, aber bis dato regierten eben auch noch SPD und Grüne und es bleibt nur zu hoffen, dass die neue Regierung sich der Sorgen der Angestellten annimmt.

Davor kam es schon mehrfach zu Warnstreiks und die Casinos versuchten auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Auf der einen Seite sollen die Einrichtungen Steuergelder abwerfen, doch anständig bezahlen, das möchte man von Seiten des Staates nicht und die ganze Heuchelei wird bei Einrichtungen wie zum Beispiel in Dortmund Hohensyburg deutlich. Es ist schlicht nicht hinnehmbar, dass man für Arbeit am Wochenende, für Schichten und ständigen Wechsel kein anständiges Gehalt bekommt, zumal hier der Staat als Arbeitgeber fungiert.

Wie viele Leute sind in den Casinos betroffen?

Mehr als 500 Angestellten haben die Spielbanken in NRW und außer beim Casino in Duisburg liegen bisher keine eigenständigen Verträge mit Tarifen vor. Aber kann ein Streik hier Wirkung zeigen? Offenbar versuchte man seit Jahren gezielt die Branche mit allen Mitteln auszunutzen und erhoffte sich Stillschweigen, doch warum sollte ein Mitarbeiter in der Spielbank weniger Rechte haben als der ewig zitierte Facharbeiter in der Fabrik? Es ist wichtig, dass sich hier auch Automatenverbände und andere Lobbygruppen auf die Seite der Leute stellen und dem Staat mehr Druck machen, im Moment regiert nämlich weniger die Vernunft, sondern vor allem Ideologie.

Neben dem Stress für die Angestellten ist die Branche in Aufruhr und wenn bald viele Spielhallen schließen müssen, dann dürfte auch die Nachfrage in den Spielbanken im Westen der Bundesrepublik steigen und die Mitarbeiter können sich schon mal auf Zusatzschichten gefasst machen. Hierfür sollte eine anständige Bezahlung vorliegen, am besten Tarif, alles andere wäre mal wieder nur die leider übliche Kleptokratie des Staates, wie es die FDP ausdrücken würde.