Neue Oxford Studie zum Suchtverhalten beim Glücksspiel

Spielautomaten können abhängig machen, das ist eine Binsenweisheit und hinreichend belegt. Doch gibt es natürlich Feinheiten und besondere Aspekte, die immer noch unerforscht sind und ganz frisch liegt nun eine Studie vor, die ausgerechnet das klassische Glücksspiel mit dem Gambling a la Counterstrike und Co untersucht. Wie ist hier der Suchtfaktor ausgeprägt und lässt sich das wirklich vergleichen? Kann das Spiel um echtes Geld ähnliche Probleme verursachen wie nächtelanges Zocken an der Konsole und wie sehen eigentlich entsprechende Präventionsmaßnahmen zu diesem Thema aus?

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Casino Spiele und das übliche Gaming sind mit Bezug auf Gambling nicht nur dem Wort nach verwandt. Beides steht heute im Internet zur Verfügung und auch soziale Faktoren spielen eine Rolle. Man spielt gern in Gemeinschaft, egal ob nun World of Warcraft oder eben Roulette, Poker und selbst Slot Machinen, sonst hätten all die Spielhallen niemals diesen Erfolg gehabt! Auch die Einsätze sind noch miteinander verwandt, schließlich verlangt der Spielautomat einen Einsatz und das RPG oder der Online Ego Shooter werden meistens über monatliche Beiträge abgerechnet. Downloads hingegen sind meistens kostenlos und schnell verfügbar, so viel zu den Gemeinsamkeiten.

Der entscheidende Unterschied besteht in der Bedeutung des Glücks. Gaming etwa belohnt die Tüchtigen, Tapferen, gerissenen Spieler, während der Slot Automat zufällig auswählt und die einprogrammierten Algorithmen lediglich über die Variation der Einsätze gekitzelt werden können. Zwar gibt es schon erst Skill Slots, aber deren Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen und ein Zusammenspiel beider Konzepte sollte noch etwas auf sich warten lassen.

Was die Studie zeigt

Mit gut 20.000 Befragten hat die Studie aus Oxford ordentlich empirische Relevanz und Casino Spieler sollten genauso hinschauen wie die Liebhaber von Ego Shootern. Gut die Hälfte erklärte bei der Befragung, kürzlich beziehungsweise wiederholt zu spielen und tatsächlich gaben davon gut 3 Prozent an, suchtartige Symptome zu verspüren, wenn der Automat oder das Rollenspiel nicht verfügbar war. Es scheint also eindeutig verwandte Hirnregionen zu betreffen, gleich ob man nun die Walzen dreht oder auf dem Bildschirm auf Gegner ballert. Verlust von Kontrolle, ein erheblicher Aufwand an Zeit, dazu die nicht so selten zu beobachtende Verwahrlosung und eine spürbare Reduzierung der Interessen sind häufig. Offensichtlich ist jedoch auch, dass Casino Spiele mit hohen Einsätzen oft den Ruin bedeuten, während der Gamer in erster Linie Probleme hat, den sozialen Anschluss zu halten. Beide Formen des Spielens brauchen deshalb eine entsprechende Suchtarbeit und Therapie und von der aktuellen Studie können Wissenschaftler einiges mitnehmen.