Spieler sollen künftig einen Face – Check durchlaufen

Was klingt wie ein Detail aus „Minority Report“ oder irgendeinem anderen dystopischen Film, könnte in deutschen Spielotheken bald Wirklichkeit werden. Die Politik ist bekanntlich immer auf der Suche nach neuen Strafen für Spieler, deren Vergnügen und Leidenschaften ist den Verantwortlichen in Berlin ein Dorn im Auge, und weil man die Freiheit in der Bundesrepublik dem Bürger nicht mehr zutraut, soll rund um das Thema Casino Spiele eine möglichst umfassende Überwachung her. Immer wieder fällt hier das Stichwort vom Face Check und wenn das tatsächlich so umgesetzt wird, sind wir in Deutschland nicht mehr weit von George Orwells „1984“ entfernt.

Regulierungen statt freie Entscheidungen

Warum der Bürger hierzulande nicht selbst entscheiden darf, was, wann und wo man spielt, das ist schleierhaft, wird aber von Seiten der Politik immer mit absurd klingenden Verweisen auf Jugendschutz und einer Bewahrung vor Abhängigkeit gegenüber den Spielautomaten begründet. Absurd ist das deshalb, weil man zugleich die Spieler mit großer Gebärde in die staatlichen Spielbanken lädt, damit sie dort ihr Geld verzocken und auch der Verweis auf den Jugendschutz geht fehl, weil Minderjährige sowieso keine Spielhalle aufsuchen dürfen. Das zu kontrollieren traut man dem Personal angeblich nicht zu und so sollen möglichst viele Aufzeichnungen her. Datenschutz also Fehlanzeige!

Ein gutes Beispiel ist Stuttgart, wo die Grünen regieren, die im Glücksspiel einen der größten Feinde der Menschheit zu erkennen glauben. Hier gibt es alsbald elektronische Gesichtsscanner für einen Face Check, der wird dann erkennen, ob jemand volljährig ist oder nicht. Die Behauptung allein ist grotesk und natürlich geht es den Grünen um das Sammeln von Daten und um eine Belehrung der Bürger, die sich künftig beim Zocken von Book of Ra und Co nach Wunsch der Politik am besten wie Schwerstkriminelle fühlen sollen!

Eine Liste des Grauens

Das dazu vorgestellte Papier berichtet zum Beispiel von Maßnahmen, die einen Alarm aussenden, wenn ein Spieler und Besucher dem Computer Scan als unter 25 Jahre alt geschätzt wird! Warum unter 25? Hier zeigt sich deutlich der Wille der Politik, Datensätze über jeden Spieler anzulegen, weshalb wirklich alle Gesichter gescannt werden! Angeblich soll das auch dem Sperren von Spielsüchtigen dienen, aber wozu braucht es dann eine solch umfassende Speicherung und das Abfotografieren aller Besucher? Sogar von der Erstellung und Erfassung biometrischer Daten ist die Rede und in Zukunft gleichen die Spielhallen und gleicht der Zock an der Slot Machine dem Sicherheitscheck am Flughafen.

Abweisungen soll dann das Personal der Spielothek selbst vornehmen. Hier darf man fragen, warum dieses nicht einfach auch die Ausweise kontrollieren kann? Damit wäre sowohl dem Jugendschutz wie auch der Verantwortung gegenüber einer Spielsucht Genüge getan, es wären keine Datenerfassungen nötig. Aber nein, das halten die Grünen und überhaupt die allermeisten Politiker in Deutschland nicht für ausreichend, warum eigentlich, und der wirkliche Grund einer großangelegten Überwachung aller Casino Spieler, am liebsten sogar noch das Anlegen einer bundesweit einsehbaren Datei, wird bis jetzt noch recht erfolgreich verschleiert.