Spielhallen in Sachsen – Anhalt vor großen Aufgaben

Im einstigen Kernland großer deutscher Fürsten – und Königshäuser herrschen heute beim Thema Glücksspiel ähnlich traurige Umstände wie in anderen Bundesländern und nun wurde ein Bericht bekannt, wie in Sachsen – Anhalt mit den Vorschriften rund um Automaten und Casino Spiele vor Ort umgegangen werden soll. Mit Beginn des Julis und damit mitten im Sommer endeten alle Fristen für einen wirtschaftlich möglichst akzeptablen Übergang und nun gelten extrem strenge Regeln, die klar nach Ideologie riechen, in den Kommunen jedoch zu Steuerausfällen und Arbeitslosigkeit führen werden.

Slots zwischen Dessau und Magdeburg

Auch in Sachsen – Anhalt gelten nun Mindestabstände zwischen Spielhallen, 200 Meter sind das hier, und es ist zudem untersagt, dass der Besitzer einer Slot Bude dann noch weitere Konzessionen für weitere Angebote erhält. Logisch, dass entlang der Elbe viele Schließungen ins Haus stehen und oft genug ist vor Ort überhaupt nicht klar, wer wirklich schließen muss und warum. Oft finden sich Spielotheken geballt in bestimmten Stadtteilen und so sollen willkürliche Losverfahren für die entsprechende Auslese sorgen.

Hintergrund der strengen Maßnahmen ist der vorgebliche Kampf gegen die Spielsucht, doch in Wirklichkeit möchten die Politiker lediglich Konkurrenten für staatliche Spielbanken ausschalten. Dort ist Spielsucht genauso Thema, wird aber beflissentlich in der Debatte ignoriert und es ist absolut verständlich, wenn viele Betreiber von Spielotheken und gerade auch die Zocker die aktuelle Gesetzeslage für einen Skandal halten. Es gibt ja auch in Deutschland eigentlich so etwas wie unternehmerische Freiheit, die hier einfach mir nichts dir nichts eingeschränkt wird und es ist besonders verwerflich, dass bei entsprechenden Klagen nicht einmal die Justiz als Dritte Gewalt im Staat einmal wenigstens gegen den ideologisch verbohrten Feldzug gegen die Slots der Politik sich entgegenstellt.

Was lässt sich wirklich gegen Spielsucht tun?

Es ist wissenschaftlich bekannt und erwiesen, dass nicht der Automat das Problem ist, sondern der gefährdete Spieler und hier liegen die Ursache nicht im Vorhandensein von Spielhallen. Vielmehr lässt der Staat seine Bürger oft im Stich und wenn diese sich dann in Verzweiflung und Langeweile verlieren, sind plötzlich die Slot Machines Schuld! In Sachsen – Anhalt sind wohl um die 10.000 Leute eventuell von Spielsucht betroffen, doch das sind nur einseitige Schätzungen und auch der Bezug zu den Spielautomaten ist konstruiert.

Doch was kann man tun, um den zwar wenigen, aber eben in Schwierigkeiten befindlichen Zockern zu helfen? Hier sind gerade auch die Aufsteller gefragt, denn auch wenn diese eine Menge tun wie zum Beispiel aufzuklären und Hilfsangebote zu finanzieren, ist sicher noch mehr möglich. Vielleicht gibt es in Zukunft eine Art Suchtbeauftragten unter den Angestellten in einer Spielhalle, das wäre so ähnlich wie der Schulpsychologe oder der Frauenbeauftragte und damit ließe sich eine Menge bewirken.