Verantwortliches Spielen: Zur neuen Aktion der Automatenwirtschaft

In diesen Wochen beginnt eine neue Werbeaktion der deutschen Automatenwirtschaft zum Thema Verantwortliches Spielen und zu diesem Zweck werden zahlreiche Spots in den Medien sowie Plakate und Online Anzeige zu sehen sein. Damit will der Verband sein Maß an Verantwortung herzeigen und sich für legales wie sicheres Gambling einsetzen, dass selbstredend aktive wie umsichtige Spieler voraussetzt. Was ist zu erwarten und was taugen diese Maßnahmen?

Legales und illegales Glücksspiel

Die Automatenwirtschaft in Deutschland hat größtes Interesse an ihrem Ruf und an der Lobby, so dass der Slogan „Legal nicht egal“ eine klare Message enthält: Illegales Zocken findet in Spielotheken und Casinos nicht statt und ein wirklich verlässlicher Verbraucherschutz liegt im Interesse des Verbandes. Berichte über Betrug und Manipulationen sind nicht selten, auch in Deutschland, und die Wirtschaftsverbände tun alles, um nicht damit in Verbindung gebracht zu werden. Deshalb, so die Initiatoren der jüngsten Aktion, solle grundsätzlich nur in Spielhallen gegamblet werden, die auch dem Verband und seinen Mitglieder angehören.
Illegale Automaten sind ein großes Problem und werden hart verfolgt, doch immer wieder finden sie sich in Kneipen und anderswo. Wer da betrogen wird, verurteilt schnell die ganze Branche und das zu verhindern ist ein großes Anliegen der Automatenwirtschaft in der Bundesrepublik. Es geht ja nicht nur um die Verluste für die Unternehmen, auch der Staat verliert massiv an Einnahmen, von der Spielern selbst mal gar nicht zu reden.

Welche Summen bringen Slots eigentlich?

Begrüßenswert ist die Ausweisung von Verdiensten an den jeweiligen Spielautomaten, was einen ganz guten Überblick zu den Einnahmen der Betreiber verschafft. Im Schnitt holt ein Slot monatlich mehr als 25.000 Euro heraus und das ist hochgerechnet eine ordentliche Summe. Wenn hier nun illegale Geräte genutzt werden, gehen viele Millionen Euro verloren und das eben nicht nur den Zockern! Logisch, dass von Seiten der Wirtschaft ein großes Interesse besteht, das künftig noch mehr zu unterbinden und mit der Aufklärungskampagne ist sicher ein erster Schritt gelungen.
Und auch die Finanz- wie Wirtschaftskraft der Automatenbranche wird ausgewiesen: Mehr als 70.000 Arbeitsplätze sind so entstanden und die Hersteller beziehungsweise Betreiber bilden zudem viele junge Leute aus, was zu einem wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Volkswirtschaft führt. Man darf also gespannt sein, wie die neue Kampagne aufgenommen wird und ob sie dauerhaft in der Lage ist, die leider manchmal schlechte Presse gegenüber der Automatenwirtschaft zu begrenzen. Wahrscheinlich ist da auch mal die Politik gefragt, die allerdings wenig für solch wichtige Bereiche zu tun bereit ist.