Wie an der Saar Jagd gemacht wird auf Spielautomaten

Überall in der Bundesrepublik wird derzeit intensiv gefahndet, allerdings weniger nach islamischen Terroristen und anderen Verbrechern, sondern vor allem nach Automatenspielen. Dank einer intensiv gängelnden Gesetzgebung oder wahlweise auch juristischem Chaos in Form des Glücksspielstaatsvertrages können Politiker je nach Bundesland Einsatzgruppen losschicken, die Spieler verhaften und Geräte beschlagnahmen. Nun gibt es Berichte aus dem Saarland, wie die Arbeit solcher Kontrollen geschieht und was das dann auch im Detail bringt.

70 Spielhallen und Kneipen überprüft

Man rückte als mit nicht wenigen Leuten von Ordnungsamt und Polizei aus als ging es um einen Terroranschlag und kontrollierte in bester Manier die betreffenden Etablissements. Die Ordnungshüter fanden ein paar wenige illegal betriebene Spielautomaten und gaben das dann als Erfolg aus. Vor allem im Grenzgebiet zu Frankreich floriert das Glücksspiel, die Gründe dafür sind unterschiedlich, und die Polizei wie auch die höchst interessierte Steuerfahndung setzen alle Hebel in Bewegung.

Wird an den Slot Machines irgendeine nicht genehmigte Software eingesetzt? Werden Spieler benachteiligt? Und wie steht es um die Auszahlungsquote der betreffenden Automaten? Dies in Abgleich mit den Steuerunterlagen erfordert eine Menge Arbeit, aber offenbar ist immer noch genug Personal vorhanden, obwohl die Behörden doch immer über viel zu wenig Beschäftigte klagen.

Das Saarland durchkämmen

Ordnungsämter, Verwaltungskörperschaften, Polizei, sie alle waren dabei bei der Razzia, die ganz nebenbei einfach so eine ganze Branche einfach mal in Haftung nimmt und die natürlich ohne Ankündigung durchgeführten Überprüfungen sollten den Beamten wohl mehr Handhabe liefern, um noch härter Spieler und Aufsteller gängeln zu können. Freilich ließen diese sich ohne Umstände kontrollieren und auch wenn es die Politik uns immer wieder weismachen möchte: Casino Spiele und das Zocken derselben sind kein Verbrechen, keine Schande, keine schlechte Sache, sondern vielmehr Freizeitspaß und selbst gewählte Unterhaltung für Erwachsene – auch im Saarland!

Die wenigen illegalen Automaten jedenfalls wurden gleich einkassiert und die Aufsteller dürfen sich auf saftige Strafen gefasst machen. Jeder Slot muss gemeldet seyn, zertifiziert und geprüft und vor allem für die Auspressung via Steuern braucht der Staat jede Information bis ins kleinste Detail. Es ist erstaunlich, aber hunderttausende Menschen aus Kriegsgebieten wurden ohne jede Prüfung ins Land gelassen, doch bei den Spielautomaten machen Politik und Verwaltung einen Aufriss, als ginge es um den Fortbestand der Nation. Versucht da etwa jemand eigenes Versagen durch Aktionismus ausgerechnet gegen Casino Spiele zu übertünchen?