Wie Merkur Gaming Amerika aufmischen will

Für die Glücksspielbranche ist diese Messe was der Genfer Salon für die Autobranche darstellt: Gradmesser, Bühne und Plattform für intensiven Austausch mit den Kunden und als kürzlich die aktuelle GE2 in Nevada zu Ende ging, gab es einige spannende Entwicklungen zu berichten. Besonders interessant sind dabei die News rund um deutsche Spielautomaten, schließlich war die Gauselmann Gruppe auf der Messe sehr aktiv.

Die Zusammenarbeit mit Sunshine Games in den USA

Besser gesagt ist diese Kooperation ein Aufbau, denn Sunshines Games ist der Name des künftigen Softwarestudios von Merkur in den USA. Speziell für den amerikanischen Markt sollen dort Casino Spiele entwickelt werden, wobei der gesamte Kontinent von Nord bis Süd im Fokus steht. Gauselmann wird also noch internationaler und wie auf der GE2 zu hören war, plant man zum einen die Umsetzung und Aufbereitung der Palette für das Geschäft wie auch die konsequente Innovation neuer Ideen und Automaten.

Allerdings ist man sich der Schwierigkeiten und Herausforderungen natürlich bewusst. Merkur betritt quasi Neuland und wer die Slot Machines kennt, der weiß um deren wenig abwechslungsreiche Gestaltung. In den USA freilich sind jetzt schon Skill Automaten im Test, es wird an Virtual Reality und vielen anderen Trends gearbeitet, was das Engagement von Gauselmann zwar lobenswert, aber auch sehr ambitioniert darstellt. Um Erfolg zu haben, muss man sicher die hauseigenen Spiele weiterentwickeln, denn mit den Spielhallen Konzepten wird das auf Dauer in Amerika nicht zu schaffen seyn.

Auch in der Pampa wird Merkur aktiv

Und die USA ist nicht alles, auch in Argentinien möchte sich das Unternehmen für Spielautomaten aus Deutschland aufstellen. Auch hier eine Neugründung, auch hier künftig ein Vertrieb und eine enge Partnerschaft vor Ort und das ist schon etwas erstaunlich. Argentinien war vor knapp einem Jahrzehnt bekanntlich bankrott und hat immer noch zu kämpfen, aber offensichtlich sieht man bei Gauselmann Entwicklungen voraus, die andere Hersteller vielleicht übersehen? Auf jeden Fall ist Südamerika ein Markt, der sich gut entwickeln kann, die Wirtschaft hat sich erholt, die Menschen entdecken Glücksspiel und offenbar sind auch die Regierungen bereit, sich mit etwas liberalerer Gesetzgebung den Casinos auch im Internet anzunähern. Merkur erhofft sich also große Sprünge und Chancen und warum sollte das nicht funktionieren?

Der Leiter von Merkur Gaming in Amerika, Charles Hiten, gibt schon mal bekannt, dass man keine Probleme sehe, sondern enormes Potential und das hat wohl auch den Patriarchen des Unternehmens Paul Gauselmann überzeugt. Möglicherweise findet sich Magic Mirror also bald in einem Casino in Las Vegas oder in einer Spielothek von Buenos Aires lässt sich Triple Chance zocken?