Wie sich Wettbüros gegen unrechtmäßige Steuern wehren

Vor Kurzem entschied das Bundesverwaltungsgericht endlich auch für pro Spieler und dabei wurde eine Klage von Wettbüros angenommen, die sich gegen die unfaire Besteuerung der Sportwetten richtet. Dabei argumentierten die Kläger vor allem mit dem Umstand, dass weder die Lottogesellschaften und Anbieter noch die staatlichen Toto Angebote einer Steuer unterliegen, offensichtlich gibt es also eine Diskrepanz und Benachteiligung der privaten Betreiber.

Wann wird die Steuer überhaupt erhoben?

Wenn ein Wettbüro den Tipp auf ein Sportereignis von der Fußball WM bis zum Wrestling im Angebot hat, dann wird die Wettsteuer genauso fällig wie bei einer Wette auf Pferderennen. Im Vorfeld hatten verschiedene Verwaltungsgerichte abgewiesen, was offenbar Korruption oder einer servilen Folgsamkeit der Gerichte gegenüber der Politik zuzuschreiben ist. Das Bundesverwaltungsgericht hingegen bemängelte nun die völlig willkürliche Orientierung an der Fläche der Büros und Experten fragten schon länger, wieso ausgerechnet die Größe eines Etablissements für die Abgabe relevant seyn soll?

Das Gericht meint, dass die eigentliche Vergnügung vor Ort, sprich das Wetten, anders besteuert werden muss und hierbei sind die Einsätze der Spieler im Fokus. Das wiederum bedeutet, dass es sehr wohl Steuern geben kann, aber die Berechnung sollte anders ausfallen. Was ist hier zu erwarten?

Bund der Steuerzahler beteiligt sich pro Glücksspiel

Alle Wettbüros, die erfolgreich klagen konnten, müssen nun auch entschädigt werden. Ob dann auch andere betroffene Angebote einen Nachlass erhalten, bleibt abzuwarten, wahrscheinlich müssen die sich selbst um eine Klage bemühen. Es ist denkbar, dass bald eine neue Grundlage für die Abgaben vorgestellt wird, die Kommunen verlieren bekanntlich gerade eine Menge Spielhallen als Melkkühe für Besteuerung und offenbar sollen Sportwetten und die zugehörigen Büros hier für Ausgleich sorgen. Der Bund der Steuerzahlung steht bereit und fordert eine Vermeidung der Abgaben, auch weil in der Regel eine Menge bürokratischer Maßnahmen nötig sind.

Prinzipiell, das gehört ebenso zum Urteil des Gerichts, ist einer Besteuerung nichts entgegenzusetzen und das trotz des Umstands, dass es bereits Abgaben auf Wettgewinne gibt. Die 5 Prozent, die hier im Moment erhoben werden, sollten auch nicht erhöht werden, man möchte die Wettbüros natürlich nicht zum Sprung in die Illegalität anhalten! Aber eine doppelte Besteuerung wie seit Jahren in Dortmund und in vielen anderen deutschen Städten, das ist nicht in Ordnung. Am Ende wird dann der Zocker die Zeche zahlen und für Ausgleich sorgen, eine besondere Steuer auf Einsätze ist denkbar und das zeigt dann mal wieder, dass in der BRD alles getan wird, damit Glücksspiel und Sportwetten auf keinen Erfolg erfolgreich sind.